Berufswahllager BWS Uster August 2007

aus Cudrefin02, der freien Wissensdatenbank

Projekt Zukunftswerkstatt

Klasse für Gestaltung, Form und Präsentation (GFP), der Berufswahlschule Uster.


In dieser Woche, vom 20.-24. August, konnten wir an dem Projekt Cudrefin02 teilnehmen. Wir lebten mitten im Projekt und konnten mitwirken.

Diese Zukunftswerkstatt in Cudrefin ist ein Projekt, an dem immer wieder andere Schul- und Lehrlingsklassen das “Zukunftshaus“, eine Scheune, laufend weiterentwickeln und ausbauen können. In diesem Projekt sind ein paar Erwachsene tätig, die ein sehr grosses Engagement haben. „Denken – Werken – Wirken“ ist der Leitsatz und die Zielsetzung des Zentrums. Hauptsponsor der Stiftung Cudrefin02 ist, seit Sommer 2005, der Coop Naturaplan-Fonds.

Der Sinn dieses Projektes ist es, etwas nachhaltig wieder neu und modern zu gestalten. Dabei ist es nicht nötig, dass das Projekt schnell beendet ist. Es kann ruhig langsam vorankommen.

Unsere Aufgabe war es einen Mosaikboden zu verlegen. Die andere Aufgabe war Entwürfe für ein Glasfenster zu erstellen. Wir kochten gesund und widmeten uns der Ernährung. Und wir versuchten uns im klaren zu werden, welche Berufe für uns in Frage kommen könnten.

Unsere Klasse erlebte eine sehr spannende und unterhaltsame Woche.


Die Reise nach Cudrefin

Start der ganzen Reise war in Uster[1] am Bahnhof um 16:00 Uhr. Nach ein paar Minuten stiegen wir in den Zug nach Zürich. Weiter ging es mit dem Zug nach Ins. Das Umsteigen war stressig, da bei den meisten das Zusatz-Gepäck lose befestigt war (Schlafsack o. Schlafmatte). Von Ins aus fuhr uns praktischerweise ein Postauto direkt vor die Zukunftswerkstatt. Leider war unser Postauto ein bisschen klein geraten, deswegen hatten wir „etwas“ Platzmangel. Genau gesagt etwa einen Sitzplatz für zwei Personen stand zur Verfügung. Der Fahrer nahm's gelassen und mit viel Humor!


Unterkunft

Als wir vor unsere Unterkunft gefahren wurden dachten alle: „ Oh mein Gott!“ Die Unterkunft war eine Scheune. Es sah ziemlich düster und dreckig aus. Aber mit der Zeit fanden wir es doch gar nicht so schlecht. Eigentlich war es ganz gemütlich. Wir mussten eine ziemlich enge Treppe hinaufsteigen, um unseren „Zeltplatz“ in beschlag nehmen zu können. Nachdem wir unsere Zelte aufgestellt hatten, gingen wir in die Küche. Die Küche war sehr gross, da sie früher ein Kuhstall war. Die Montagsgruppe bereitete unser Abendessen und setzte schon einen Massstab für die weiteren Essen-Team's. Für die Toiletten wie auch die Duschen wurde extra ausserhalb der Scheune spezielle Container aufgestellt. Als wir wieder zu unseren Zelten kamen, sahen wir schon die erste Fledermaus[2] rumflattern.

Bild:Zeltlager-Nacht.jpg

Viele erschreckten sich, das war sehr lustig. Am nächsten Tag flitzte ein Mäuschen vor Simons Füssen vorbei...ein Projektplatz voller Leben!


Mosaikboden

Wir waren in Cudrefin und habe dort unter dem Vordach hinter dem Gebäude einen Mosaikboden[3] gelegt. Zu erst mussten wir Schnüre quer über das Schotterbett spannen, dass die Oberfläche der Steine alle auf die gleiche Höhe kommen. Damit die Steinplatten nach dem Einlegen nicht Wackeln, haben wir den Boden mit Split belegt und die Platten darin eingebettet.

Bild:Mosaik.jpg Bild:Mosaik-1.jpg

Nach dem auflegen und anpassen der Steine haben wir sie mit einem Hammer fest geklopft. Danach haben wir mit einer Wasserwaage gemessen ob es gerade ist. Wir haben versucht ein Muster auf den Boden zu bringen. Einen Graben haben wir auch noch gemacht, um einen Stellriemen als Begrenzung einzulassen, so dass man am Schluss bestimmen kann, wo man aufhört. Leider sind wir nicht ganz fertig geworden aber es kommt bestimmt gut!


Das Essen

Am ersten Abend hatte Frau El Samrra schon für uns gekocht. Es gab verschiedene Wähen. Der Rest der Woche kochten wir in aufgeteilten Gruppen. Die Stimmung in der Küche war immer super lustig.

Bild:Küche.jpg Bild:Mejra-Elena.jpg

Gemüse und Früchte kauften wir bei nahe liegenden Bauernhöfen ein. Das Brot bei der Dorf Bäckerei und der Rest im Lädeli. Es machten uns allen riesen Spass selbst zu kochen. Wir hatten keine Herdplatten nur zwei kleine Gaskocher. Den grossen Gaswok haben wir nicht gebraucht , da wir die Gasflasche für die Heizung brauchten. In den ersten zwei Tagen war's saukalt...

Bild:Essen_draussen.jpg

Komisch war einfach das wir keine Fertigprodukte und Fastfood machen durften...alles nur gesunde Sachen...aber eigentlich war genau das eine ganz tolle Erfahrung...


Glasfenster und Walter Loosli

In verschiedenen Gruppen haben wir einen Auftrag bekommen. Wir sollten verschiedene Bilder Malen, die als Vorlage für ein Glasfenster dienten. Diese Entwürfe konnten wir an einem Modell prüfen. Das war toll , denn so konnten wir erfahren wie unsere Ideen wirken.

Bild:Weltkugel.jpg Bild:Blatt_Neocolor.jpg Bild:Sonne.jpg Bild:Verschlungen.jpg

Am Donnerstag kam Walter Loosli[4] zu uns und hat sich all unsere Vorschläge angeschaut und seine Kritik zu den Bildern gesagt. Nach dem er alle unsere Bilder angeschaut hat, hat er noch seinen Vorschlag für das Fenster gebracht. Er hat uns über die Glasherstellung[5] Informationen gegeben. Er zeigte uns ein paar Bilder wie es in der Glasindustrie aussieht, wie man das Glas herstellt, bearbeitet und formt. Um zu zeigen wie es sich anfühlt hat er uns noch Scherben von drei verschiede Glasfarben mitgebracht.

Bild:Karo_linear.jpg Bild:Löwe.jpg Bild:Tropfen_unfertig.jpg


Berufswahl[6]

Neben all den vielen neuen Eindrücken haben wir aber auch noch das Thema Berufswahl angepackt. Schliesslich wird uns das alle für die nächsten Monate beschäftigen. Voller Elan machten wir uns auf die Suchen nach unsreren "Traumberufen" und mit der guten Stimmung im Rücken, liess es sich auch schon viel besser den trockenen Fragebogen bearbeiten...

Bild:Berufswahl.jpg Bild:Interessenkompass.jpg


Abreise

Bis etwa 12:00 hatten wir geputzt und waren bereit für die Abreise. Zuerst ging es zehn Minuten zu Fuss an den Neuenburgersee. Das Wasser des Neuenburgersees war so klar und mit dem schönen Wetter einfach toll.

Bild:Am_See.jpg

Dann kam auch unser Schiff mit dem wir den See überquerten und in Neuenburg ausstiegen. Nun mussten wir nur noch ein paar Minuten zum Bahnhof laufen. Doch diese paar Minuten waren anstrengend, denn um zum Bahnhof zu kommen musste man einen steilen Weg hoch laufen, mit Gepäck versteht sich (schnauf...).

Müde und ziemlich ko aber mit der Erfahrung einer interessanten Woche freuten sich alle auf Uster, das Wochenende und die kommende Zeit.

Klasse GFP 07/08

Simon, Valérie, Bionda, Livia, Manuel, Nina, Mejra, Michéle, Elana, Shirley, Lea, Jill

Weitere Berichte aus anderen Jahren:

'Persönliche Werkzeuge